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Nachwuchstalente bei ProChrist

 

Bei der Großevangelisation ProChrist – die vom 29. März bis 5. April von Chemnitz aus an über 1.000 Orte übertragen wird – stehen am 30. März auch zwei Nachwuchstalente auf der Bühne: Frank Döhler (27, rechts) und Daniel Scheufler (26). Die beiden Musiker aus Dresden treten seit zehn Jahren gemeinsam auf und haben vor kurzem ihr zweites Album („Nicht vergebens“) veröffentlicht. Jonathan Steinert stellt das Künstlerduo vor.

 

Es sind nur noch wenige Tage. Dann wollen Frank Döhler (Gesang) und Daniel Scheufler (Klavier) für zwei Wochen in ein Studio nach Mannheim fahren, um dort ihre zweite eigene CD aufzunehmen. „Nicht vergebens” soll sie heißen, zehn Titel sind vorgesehen. Da bekommt Döhler eine starke Erkältung, seine Stimme hört sich an wie Eiskratzen. Die Ärztin verschreibt ihm keine Medikamente. „Da hilft nur Glauben.“, sagt sie. Döhler weiß, Gott muss ihn gesund machen, sonst können sie die CD nicht aufnehmen.

An den ersten Aufnahmetagen ist noch eine Band dabei. Döhler krächzt mehr, als dass er singt. Doch dann stabilisiert sich seine Stimme so weit, dass er seinen Part noch einmal separat einsingen kann. „Bei seinen Versprechen hat sich Gott nicht versprochen” – diese Worte aus einem der Titel erlebt er während den Aufnahmetagen hautnah: Gott sorgt für ihn zur rechten Zeit. Das ist auch die inhaltliche Perspektive ihres Albums. Es will Hoffnung machen, ermutigen und Christen ebenso wie Skeptiker dazu herausfordern, sich auf Jesus und seine Kraft einzulassen.

 

Seit zehn Jahren auf der Bühne

Bereits seit zehn Jahren stehen „Döhler & Scheufler“ gemeinsam auf der Bühne, um diese christliche Botschaft anderen Menschen nahezubringen – bei zahlreichen Gemeindeveranstaltungen, auf den MissioCamps in Bischofsheim und im Erzgebirge, dem Christival in Kassel, der Expo in Hannover oder dem Musikwettbewerb der Berliner Festspiele, wo sie im Jahr 2000 einen Preis für Nachwuchstalente gewannen. Seit 2008 machen die Dresdner ihre Musik hauptberuflich. Döhler hatte zuvor Religionspädagogik und Gemeindediakonie an der Fachhochschule Moritzburg bei Dresden studiert. Er ist für die Inhalte der Lieder verantwortlich. Meistens greift er sie aus seinem Leben: „Das sind Dinge, an denen Jesus bei mir arbeitet, zum Beispiel zu vergeben oder nicht über andere zu richten”. Dann sucht er nach griffigen Formulierungen, treffenden Wörtern und klangschönen Reimen, um seine Botschaft auf den Punkt zu bringen – und das ausschließlich auf Deutsch. „Ich  möchte verkündigen”, sagt Döhler. Er ist der Typ, der zwanglos auf Menschen zugehen und ihr Vertrauen gewinnen kann. Wenn er singt und moderiert, spürt man ihm ab, dass seine Zuhörer ihm wichtig sind und dass er völlig hinter dem steht, was er sagt.

 

„Deutlich-deutsche Popmusk“

Um die musikalische Umsetzung dessen kümmert sich Scheufler, der in Dresden und Nashville (USA) Jazzpiano, Komposition und Musikpädagogik studierte. Er schreibt die Arrangements, feilt an Akkorden und Rhythmen. Auf der Bühne steht bzw. sitzt er eher im Hintergrund, doch mit seiner Klavierbegleitung sorgt er dafür, dass der Text in der Musik erst richtig zum Tragen kommt. Geprägt von den Evangelisten Lutz Scheufler (Schwaben bei Waldenburg), dem Vater Daniel Scheuflers, und Theo Lehmann (Chemnitz) bringen „Döhler & Scheufler“ ihren Stil auf die Formel „deutlich-deutsche Popmusik”.

 

Die Mischung macht’s

Oft arbeiten die beiden gemeinsam an den Liedern. Einmal in der Woche treffen sie sich zum Komponieren. Doch die besten Ideen kommen ihnen, wenn sie auf Tour sind. Dann liegen sie manchmal im Gastquartier auf ihren Betten, das Klavier, Zettel und Stift stets in Reichweite, und sammeln Ideen. Auf diese Weise entstanden mehrere Titel ihrer aktuellen CD. „Frank hat seine Hörgewohnheiten eher in der Popmusik, ich im Jazz, das gibt eine ganz gute Mischung”, sagt Scheufler. Tatsächlich lässt sich ihre Musik nicht einer bestimmten Richtung zuordnen. Sie ist deutlich vom Pop geprägt, hat jazzige Anklänge und weist hin und wieder Spuren von Latino auf. Mit dieser stilistischen Breite können die Musiker flexibel auf ihr Publikum reagieren und alle Altersgruppen ansprechen. Scheufler: „Wenn wir vor Teenies spielen, wird es eher rockig. Bei den Älteren spielen wir dann etwas avantgardistischer”. Je nach Anlass werden „Döhler & Scheufler“ von einer Band unterstützt, zu der noch ein Schlagzeuger und ein Bassist gehören.

 

Langfristige Planung

Bei über 80 Veranstaltungen sind „Döhler & Scheufler“ im letzten Jahr aufgetreten. Die Möglichkeiten, sich aktiv in ihrer Gemeinde – der Freien evangelischen Gemeinde in Dresden – mitzuarbeiten, sind dadurch begrenzt. Damit ihnen der Glaube aber auch von Berufs wegen nicht zur Routine verkommt, hat jeder einen Hauskreis, dessen Termin sie nach Möglichkeit freihalten. Auch um Zeit mit ihren Familien – beide sind verheiratet, Scheufler hat zwei kleine Töchter – zu verbringen, planen sie langfristig freie Tage ein. Doch die sind jetzt erst mal rar gesät: denn nach ProChrist in Chemnitz treten sie noch bei einigen lokalen ProChrist-Veranstaltungen auf.

Pressefotos:





Döhler &
Scheufler

Haus im Himmel

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